Von Tatami bis Therapiematte: Warum eine harte Unterlage besser ist

 

Jeder von uns hat das Bedürfnis, am Ende eines langen Tages bequem zu liegen und sich von den Strapazen des Alltags zu erholen. Dabei entscheiden sich viele für eine weiche, kuschelige Matratze, in der man einsinken und sich wie in einer Wolke gebettet fühlen kann. Aber hast Du Dich jemals gefragt, ob das wirklich das Beste für Deinen Körper ist?

Harte Liegeunterlagen, oft als orthopädische Matratzen bezeichnet, haben in verschiedenen Kulturen und in der Geschichte der Menschheit eine lange Tradition. Von den einfachen Strohmatten der antiken Welt bis hin zu den festen Tatami-Matten in Japan – harte Liegeunterlagen waren und sind für viele Menschen die erste Wahl, denn aus ergonomischer Sicht bieten sie einige Vorteile.

 

Verbesserte Körperhaltung: Weiche Matratzen lassen uns oft einsinken, was dazu führen kann, dass sich der Rücken in einer unnatürlichen Position biegt. Eine harte Unterlage hingegen unterstützt den Körper gleichmäßig und fördert eine gerade Wirbelsäule während des Schlafs. Gerade für Menschen mit Haltungsproblemen kann eine härtere Liegeunterlage daher sinnvoll sein.

Gleichmäßige Zirkulation: Ein sinkender Körper kann außerdem die Durchblutung in bestimmten Bereichen einschränken. Eine feste Unterlage verhindert das Einsinken und unterstützt eine gleichmäßige Zirkulation.

Weniger Bewegungen im Schlaf: Auf einer harten Unterlage bewegen wir uns im Schlaf weniger, was zu einem tieferen, ruhigeren Schlaf führen kann.

 

Jetzt mag der eine oder andere denken: "Aber es fühlt sich einfach nicht so gemütlich an!“. Dabei wurde unsere Vorstellung von Komfort über die Jahre durch Werbung, Filme und populäre Kultur geprägt. Wir wurden konditioniert zu glauben, dass weicher immer besser ist. Doch ist es nicht an der Zeit, diese Denkweise herauszufordern und unserem Körper das zu geben, was er wirklich braucht?

Eine harte Liegeunterlage mag nicht jedermanns Sache sein. Doch es ist unbestreitbar, dass sie einige erhebliche ergonomische Vorteile bietet. Neben dem optimalen Härtegrad spielt aber auch ein anderer Faktor eine essenzielle Rolle - die Liegeposition

 

 

Die richtige Liegeposition

 

Die richtige Liegeposition ist ein ebenso wichtiges Thema für die Gesundheit und das Schlafverhalten wie der richtige Härtegrad der Unterlage. Immerhin kann die Art und Weise wie wir uns hinlegen den Unterschied zwischen einem erholsamen Schlaf und morgendlichen Rückenschmerzen machen. 

Es gibt ganz unterschiedliche Positionen die sich für einen erholsamen Schlaf oder für das entspannte liegen im allgemeinen eignen. Meist entscheiden wir ganz intuitiv welche Position für uns am angenehmsten ist und entscheiden uns dabei für die Rückenlage, das seitliche Liegen oder das Liegen auf dem Bauch.

Ganz gleich welche dieser drei Positionen Du persönlich bevorzugst, es gibt einige Dinge die Du beachten kannst, um Deine individuelle Liegeposition zu optimieren.

 

Die Rückenlage: Die Rückenlage ist insbesondere von Vorteil, weil sie das Körpergewicht gleichmäßig auf die gesamte Liegefläche verteilt. Dadurch verringert sich die Anzahl intensiver Druckpunkte und auch eine neutrale Position der Wirbelsäule wird unterstützt. Um die Vorteile dieser Position zu maximieren und den Körper möglichst optimal zu entlasten, sollte bei der Rückenlage ein flaches Kissen genutzt werden, sodass der Nacken unterstützt werden kann, ohne dabei den Kopf zu weit nach oben zu legen.

Die Seitenlage: Viele Menschen empfinden das Schlafen und Liegen in einer seitlichen Position als sehr bequem. Insbesondere wenn eine ergonomische, harte Liegefläche genutzt wird. Jedoch sollte bei dieser Liegeposition beachtet werden, dass ein Kissen zwischen den Knien platziert werden sollte, um die Hüfte zu entlasten und die Wirbelsäule korrekt auszurichten.

Die Bauchlage: Die Bauchlage ist für die meisten Menschen, insbesondere in Kombination mit einer harten Liegefläche, die wohl am wenigsten komfortable. Durch einen harten Untergrund kann der natürliche Bogen des unteren Rückens verstärkt werden, wodurch ein unangenehmes Gefühl entstehen kann. Das Anwinkeln eines Beines und das Ablegen des Kopfes auf einem flachen Kissen zur Unterstützung des Nackens kann jedoch den Komfort erhöhen und das entspannte Liegen auf dem Bauch auch auf einer harten und ergonomischen Liegefläche ermöglichen.

 

Es bleibt demnach festzuhalten, dass gleich mehrere Positionen für ein komfortables und ergonomisches Liegen in Frage kommen. Wichtig ist es dabei, die kleinen Feinheiten zu beachten die die Liegeposition zu einer wirklichen Wohltat für Rücken und Körper machen.

 

 

Wie man sich bettet…

 

Eine weiche, zum einsinken verleitende Matratze mag zwar im ersten Moment verlockend erscheinen, doch sie ist nicht die beste Wahl für unser Wohlbefinden. Insbesondere im Bereich der Therapieliegen, -matten und -matratzen wird auf einen Härtegrad gesetzt, der ergonomische Vorteile bietet.

Das bedeutet jedoch nicht, dass ergonomisches liegen unkomfortabel sein muss. Mit der richtigen Liegeposition lassen sich bereits wahre Wunder bewirken, doch es gibt auch weitere Mittel und Wege, um ein möglichst angenehmes Liegeerlebnis zu schaffen.

Unter anderem können dünne Topper oder weiche Bezüge genutzt werden, um ein weicheres Liegegefühl zu ermöglichen aber dennoch in den Genuss aller Vorteile zu kommen, die eine harte Liegefläche bietet. Auch die Wahl des richtigen Kopfkissens für die ganz individuellen Bedürfnisse kann zu mehr Komfort beitragen.

Insgesamt lässt sich sagen, dass das „richtige Liegen“ als eine Mischung aus orthopädisch vorteilhaften Unterlagen, der richtigen Liegeposition und allem voran den eigenen Präferenzen betrachtet werden sollte.

 

 

 

 

 

 


7 Kommentare


  • Corina

    Ich finde die Matte auch ziemlich unbequem und benutze sie daher wenig. Ist es erlaubt, ein Baumwolltuch drüber zu legen?
    Der zweite Punkt ist, dass ich nie weiss, welches Programm ich wählen soll.


  • Anke Heinlein

    Ich habe die Vitori Matte seit über 1 Jahr. Benutze die leider fast nie, weil ich darauf nicht liegen kann.
    Was darf ich darauf legen und wie dick darf es maximal sein ohne die Wirkung zu minimieren?
    Mit freundlichen Grüßen
    Anke Heinlein


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